Alle vier Jahre migrieren wir den Hetzner-Server auf neue Hardware, bei der letzten Umstellung haben wir auch gleich den Unterbau geändert, wo früher die individuellen Gäste als kvm/libvirt-Gäste liefen und die Infrastruktur (Datenbanken, Verzeichnisdienst, Email) auf dem Host, sind jetzt alle Funktionen in Lxd-Container ausgelagert.

Lxd-Container stellen sich wie ein vollwertiges Betriebssystem dar, mir persönlich sind Docker-Container zu friemelig, der Unix-Admin in mir stört sich einfach daran, dass man bei Docker nicht so einfach mit der Shell rumporkeln kann, bis es geht. Ich sehe Docker und rkt eher als fortgeschrittenes Delivery-Format, während für unseren Rootserver eher leichtgewichtige VM-ähnliche Konstrukte passend sind.

Ich habe angefangen, Links und Beispielbefehle zu Lxd auf Github zu sammeln.

Insbesondere die Integration mit zfs ist erstklassig und tausendmal flexibler als das Hantieren mit Diskimages bei libvirt. Auch die Netzwerkanbindung ist flexibel, neben dem "klassichen" Bridge-Konzept gibt es auch die Möglichkeit, definierte Ports (tcp oder udp) zu proxen. Dazu passen die neu bei Ubuntu eingeführten Minimal Images für schlanke und auf das Nötigste reduzierte Installationen.

Lxd unterstützt seit neustem auch Clustering, das kommt aber auf dem rootserver mangels Hardware-Redundanz nicht zum Einsatz.